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Verein der
Freunde des Ratzeburger Domes e.V."
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Der Förderverein wurde 1967 gegründet. Er will, laut Statut, der Pflege des Domes mit
seiner historischen Umgebung und seinen Anlagen dienen, zu einer würdigen Ausstattung des
Gotteshauses beitragen und kulturelle Veranstaltungen im Dom sowie zum Dom gehörende
Gebäude fördern. Er unterstützt damit den Domprobst und den Domkirchgemeinderat.
Als kurzer Überblick über die Aktivitäten des Vereins eignet sich sehr der von Domprobst i.R. Uwe Steffen geschriebene Bericht über: 40 Jahre: Verein der Freunde des Ratzeburger Domes e.V." Es heißt darin unter Anderen: "Am 13. März 1967 wurde auf
Initiative der Freunde Domprobst Dr. Heinz-Dietrich Groß und Syndikus Dr. Paul Humann,
Hamburg, der Verein der Freunde des Ratzeburger Domes e.V." gegründet.
Als 1966 unser Dom baulich sehr schön wiederhergerichtet war," so Dr. Humann,
gab es doch noch manche Aufgaben zu finanzieren, die weder vom Land
Schleswig-Holstein, das nur für bauliche Dinge zuständig war, noch von der Kirche,
damals Schwerin - also DDR - noch von der Domgemeinde aufgebracht werden konnten."
Nach seiner Satzung fördert der Verein die würdige Ausstattung des Domes und
seiner historischen Umgebung, die Nutzung des Gotteshauses als Ort der Stille und
Besinnung sowie als Ort der Begegnung, kirchliche Veranstaltungen im Dom und in den zu ihm
gehörenden Räumlichkeiten, das Interesse am Dom und an seiner Geschichte" (§ 1 der
Satzung in der Fassung von 2001). Zu den vom Verein finanzierten, vorfinanzierten oder mitfinanzierten Vorhaben gehören: Zuschüsse zur Positiv-Orgel in der Domvorhalle (1970)
und zur Chor-Orgel (1972), die Übernahme der Versicherungskosten für zwei Leihgaben
(Pietà und Madonna) des Hamburgischen Museums für Kunst und Gewerbe (seit 1972), die
Planung und Vorfinanzierung des Kleinen Domführers" in deutsch, englisch und
französisch, die Vorfinanzierung des Blauen Buches" (1974 ff.), die Förderung
der Dommusiken und der Paramentenwerkstatt, die Renovierung der Wandmalereien im
Kreuzgang, der Weihekreuze im Dom sowie der steinernen ,,Gründungsurkunde" im Dom
(1977), die Einrichtung einer Schriftenreihe zum Dom und seiner Geschichte (seit 1978),
die Anschaffung von 400 Stühlen sowie von siebenkerzigen Holzleuchtern für den Dom
(1979), die Restaurierung einer mittelalterlichen Kreuzigungsgruppe, die Förderung
wissenschaftlicher Arbeiten und fotografischer Dokumentationen, die Übernahme der
Transport-, Versicherungs- und Aufstellungskosten für den 'Bettler' von Ernst Barlach
(1979), die Einrichtung der Kunstkammer im nördlichen Kreuzgang (1979 -1984), die
Anschaffung des farbigen Sakristei-Fensters von Doris Kümmel (1986), die farbige
Erneuerung (gotisch blau) des Hintergrundes des Mittelschreins des Apostel-Altars (1989),
die Anschaffung von Steinsockeln für die Pietà und den Schmerzensmann (1989), die
Installation einer dezenten Beleuchtung des spätgotischen Apostelaltars, von Spotlights
auf die spätgotischen Skulpturen in den Seitenschiffen sowie der Einbau eines Dimmers
(1990), die Anschaffung von zwei kupfernen, festinstallierten Kollektenkästen (1990), die
Anschaffung von drei Altar-Antependien von Ingeborg Hildebrandt (Entwurf) und Anneliese
Österreich (Ausführung) in den Jahren 1995 bis 1999, die Verkleidung des Sockels des
Barockaltars, die Sanierung des Steinsockels des Löwendenkmals und die Pflasterung um den
Sockel herum (1996), die Anbringung von Schrifttafeln am Löwendenkmal, im Dom und im
Kreuzgang (1.996); die Renovierung der Tafel am Osteingang des Kreuzganges, die Herausgabe
eines Domführers für Kinder (2001), die Restaurierung der Krippenfiguren (2005), die
Anschaffung zweier Velen zur Abdeckung der Abendmahlsgeräte (2005), die Anschaffung von
Rückenkissen für die 400 Stühle im Mittelschiff (2005) und von Sitzkissen für die
Bestuhlung des Hochchores (2006), die Umgestaltung des Klosterinnenhofes (2006), die
Renovierung, Versiegelung und Befestigung von zwei Standleuchtern aus dem Jahre 1395
(2006) und - last but not least - die Anschaffung einer neuen Lautsprecheranlage mit
modernster digitaler Technik für den Dom (2005/6). Die Anschaffung der Rücken- und
Sitzkissen für das Domgestühl sowie die Anschaffung der neuen Lautsprecheranlage
kosteten insgesamt etwa 60.000 Euro. Dies wurde ermöglicht durch zwei großzügige
Spenden einer Ratzeburger Bürgerin in Höhe von insgesamt 43.000 Euro. Der ohnehin
geringe Mitgliederbeitrag ist in den 40 Jahren des Bestehens des Vereins trotz stetiger
Geldentwertung nur zweimal angehoben worden: 1973 von 12 DM auf 30 DM für Einzelpersonen
und von 30 auf 50 DM für Ehepaare, 1998 von 30 auf 50 DM für Einzelpersonen und von 50
auf 80 DM für Ehepaare. Bei der Umstellung der Währung von DM auf Euro im Jahr 2002
wurden die Beiträge umgerechnet, ohne sie zu erhöhen: 25 Euro für Einzelpersonen und 40
Euro für Ehepaare. Lebenslange Mitgliedschaft kann von Einzelpersonen durch eine
einmalige Zahlung in Höhe von 360 Euro, von Ehepaaren in Höhe von 520 Euro erworben
werden. In einer Zeit, in der die Haushaltsmittel der Domgemeinde immer knapper werden und
die Stadt Ratzeburg 2001 aus finanziellen Gründen ihre Mitgliedschaft im Verein der
Dornfreunde gekündigt hat, ist die Arbeit des Fördervereins notwendiger denn je. Darum
ist der Vorstand intensiv um die Gewinnung neuer Mitglieder bemüht, zumal immer mehr
Mitglieder der Gründungszeit aus Altersgründen oder durch den Tod ausscheiden."
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